Erste Schritte auf der Overlock – Tipps und häufige Fehlerquellen

Tipps für das Nähen mit der Overlock

Inhalt

Geliebt und gleichzeitig auch ein bisschen gefürchtet: Die Overlock. Egal ob du gerade erst mit dem Nähen begonnen hast oder schon erfahrener bist, die Overlock wird dein Nähfähigkeiten aufs nächste Level bringen. Und ja, wir wissen: So eine Overlock kann am Anfang ganz schön einschüchtern. Schließlich hat sie ja auch ein Messer und ist deutlich schwerer, lauter und größer als deine Haushaltsnähmaschine. In diesem Blogbeitrag zeigen wir dir die ersten Schritte auf der Maschine und geben wertvolle Overlock Tipps, wie du gerade als Anfänger das Beste aus deiner Maschine herausholst.

Wo soll ich die Overlock kaufen?

Wenn du diesen Beitrag liest, hast du bestimmt schon eine Overlock gekauft oder geschenkt bekommen. Falls du aber noch am überlegen bist, dir eine zuzulegen, empfehlen wir dir, dich im Handel beraten zu lassen. Meist ist dort auch eine Einschulung dabei. Diese solltest du unbedingt machen. Denn dort hast du Profis an der Hand und kannst direkt deine Fragen stellen. Ein weiterer Vorteil beim Kauf direkt vor Ort ist die Möglichkeit bei Reparaturen und Service eine Ansprechperson zu haben.

Nähen mit der Overlock Tipps

Solltest du bei dir in der Nähe KEINE Möglichkeit haben dir eine Overlockmaschine zu kaufen, dann haben wir einen Kauftipp für dich. Seit Jahren besitzen wir (Annika und Lisa) die gleiche Overlock von der Marke Juki*. Wir sind damit sehr zufrieden und können dir die JUKI MO-654DE* daher empfehlen.

Wertvolle Tipps für die Overlock

  1. Die Overlock-Maschine kennenlernen: Bevor wir in die Details gehen, klären wir noch, was eine Overlock überhaupt kann. Diese leistungsstarke Nähmaschine ist speziell dafür konzipiert, Nähte zu versäubern wie etwa bei Webware, Stoffkanten zu schneiden und gleichzeitig Nähte zu nähen wie etwa bei Jersey. Mit ihren mehreren Fäden und zwei Nadeln erzeugt die Overlock saubere, professionelle Nähte – so, wie es auch in der Textilindustrie gemacht wird. Beim Versäubern – also dem Vernähen von Kanten damit sie nicht ausfransen – verwendest du beispielsweise einen 3-Faden-Overlockstich, beim Nähen von Jersey einen 4-fädigen Stich. Das wird aber weiter unten noch genauer geklärt.

    Bevor es losgeht, lies in Ruhe die Bedienungsanleitung durch und mach dich mit den wichtigsten Funktionen vertraut. Mit folngeden Einstellungen solltest du dich vertraut machen Fadenspannung, Differentialtransport und Vorschub-Einstellknopf. Vor allem für ein sauberes Stichbild, sind diese Einstellungen besonders wichtig.

    Zum Thema “Wichtigste Funktionen Overlock” haben wir auch einen Overlock Anfänger Kurs entwickelt. In diesem Videokurs zeigen wir dir alle wichtigen Funktionen der Overlock und fädeln diese auch gemeinsam ein. Melde dich unverbindlich für die Warteliste an.

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  1. Vorbereitung der Maschine: Bevor du mit dem Nähen beginnst, ist es wichtig, die Overlock richtig vorzubereiten. Fädel die Maschine gemäß der Anleitung ein und stelle sicher, dass die Spannung korrekt eingestellt ist. Wie das genau geht, zeigt dir Annika in unserem Mini Overlock Nähkurs für 0€. Probiere den Stich dann auf verschiedenen Stoffen mit möglichst unterschiedlichen Stärken und Qualitäten aus. Verändere die Einstellungen und achte darauf, was sich beim Stichbild verändert. Pro Tipp: Du kannst dir auch ein kleines Büchlein zurechtlegen, indem du verschiedene Stoffproben aufhebst, mit denen du die Stiche probiert hast und dir Notizen machen.

  2. Grundlegende Overlock-Stiche: Wie oben bereits erwähnt, bietet die Overlock verschiedene Sticharten, darunter den 4-Faden-Overlockstich, den 3-Faden-Overlockstich und den Rollsaum. Wenn du Webware versäuberst, also die Kanten abnähen willst damit sie nicht ausfransen, verwendest du einen 3-Faden-Overlockstich. Für dehnbares Material wie Jersey oder Strickware, empfehlen wir den 4-Faden-Overlockstich. Für schöne Säume an Kleidern, oder auch für besondere Abschlüsse an Kragen und Ärmelsaum kannst du einen Rollsaum verwenden.


Nach den ersten Versuchen mit der Overlock kann es sein, dass manches nicht auf Anhieb klappt. Lass dich davon nicht entmutigen, das ist am Anfang ganz normal. Es dauert einfach ein bisschen, bis man die Maschine kennt und sie im Griff hat. Daher haben wir auch noch ein paar Fehlerquellen und mögliche Lösungen sowie wichtige Overlock Tipps für dich zusammengefasst.

Häufige Fehlerquellen beim Nähen mit der Overlock und weitere Tipps:

  • Verwende Qualitätsgarn, um sicherzustellen, dass deine Nähte langlebig und stabil sind. Wir empfehlen Garn aus 100% Polyester von einer namhaften Marke wie Amann* oder Gütermann*. Für die Overlock gibt es eigene “Konen” die in der Regel größer sind als normales Nähgarn.
  • Wenn du das Garn wechselst, musst du nicht jedes Mal neu einfädeln. Du knüpfst das neue Garn an und ziehst es durch die Maschine. Nur bei den zwei Nähnadeln musst du den Knoten lösen, bevor er durch die Öse gezogen wird. Beim Greifer unten kannst du den Faden meist komplett durchziehen. Lass dir das gerne auch direkt per Video von Annika zeigen in unserem Overlock Anfänger Nähkurs. Meld dich am besten ganz unten direkt an:
  • Reinige und öle deine Overlock regelmäßig, um eine reibungslose Funktion zu gewährleisten. Ein professionelles Service sollte je nach Verwendung der Overlock alle zwei Jahre durchgeführt werden. Zusätzlich solltest du die Overlock Maschine regelmäßig reinigen.
  • Achte darauf, in regelmäßigen Abständen die Nadel sowie auch ab und zu das Messer zu tauschen. Wie auch beim Garn gibt es hier ein spezielle Nadeln, die nur für die Overlock zu verwenden sind. Halte dich hier unbedingt an die Angaben in der Bedienungsanleitung.
  • Sollte beim Stichbild etwas nicht in Ordnung sein, liegt das in den meisten Fällen an der Fadenspannung. Schau dafür auch in deiner Bedienungsanleitung nach, hier wird genau erklärt, wie du die Fadenspannung ändern kannst. Sollte bei der Fadenspannung alles in Ordnung sein, überprüfe unbedingt ob beim Einfädeln alles richtig ist. Oft kann eine minimale Abweichung, wie dass der Faden nicht straff genug durch die Fadenspannungscheibe geht, dafür sorgen, dass das Stichbild fehlerhaft ist.

Fazit: Die Overlock-Maschine mag anfangs etwas einschüchternd wirken, aber mit ein wenig Übung und unserer Hilfe wird sie dir sehr schnell ans Herz wachsen und deine Nähskills aufs nächste Level bringen. Mit der Overlock wirst du schönere Nähte und damit auch professionellere Kleidungsstücke erzeugen.

Wir hoffen, dass dieser Beitrag dir die nötige Inspiration und Motivation für deine ersten Schritte auf der Overlock gibt. Wenn du Fragen hast, oder gemeinsam mit uns per Video an der Overlock durchstarten willst, dann trag dich für die Warteliste für unseren Overlock Anfänger Videokurs ein.

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